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Bewegen und Aufbewahren

Rechtzeitig zum Sommerbeginn ein Bericht über eine lieb gewonnene Kärntner Pfaditradition

Die Frühjahrswanderung

fjw.jpgBaden – Powell sagte einmal: „Pfadfinden ist das Wesen des Scouting.“
Manchmal kann ja das persönliche Pfadfinden einem serpentinenreichen Anstieg, einem herausfordernden Abstieg  und einer nahezu gleichbleibenden, ruhigen Ebene gleichen.
Dass eine Wanderung in unterschiedlichen Formen, wie Erprobungswanderung, Patrullenwanderung, Nachtwanderung, Orientierungswanderung, Alleinwanderung,  etc. mit bewusst gewählter Hintergrundmethode von Baden- Powell bei uns Pfadfindern bis heute gelebt und geschätzt wird, ist längst kein Geheimnis mehr.
Vielfältige Gesichter einer Wanderung, die sich jedoch alle bei genauerem Überlegen im weiteren Sinne in den ebenso unterschiedlichen Motivationsgründen
vieler Frühjahrswanderungsteilnehmer (körperliche Fitness, neue und alte Freunde treffen, gemeinsam was erleben, Erlebnis an sich etc.)  wiederfinden. Die Entstehung der Frühjahrswanderung ist eine wohl weit gereiste und für viele Teilnehmer in Erinnerung gebliebene Geschichte. In den 60-zigern wurde der Hike auch in Kärnten populär. Eine Wanderung querfeldein mit Ziel-, aber ohne Wegvorgabe genoss damals wie heute große Beliebtheit. Schon 1964 fand der erste Roverhike von Villach nach Techuana statt. Zwei Jahre später wanderten zwölf Kärntner Rover unter Hopfis (Beg)Leitung aus, um am Roverwanderlager in Vorarlberg teilzunehmen. 1967 wurde ein Hike unter der Bezeichnung „Roverstosstrupp“ durchgeführt. In diesen Unternehmen wurden damals ganz bewusst religiöse Aspekte eingebaut.  Im Laufe der darauf folgenden Jahre bekam die Frühjahrswanderung Namen und Bedeutung, einmal mehr und einmal weniger, Routen wurden geändert und auch für CaEx wurde diese Wanderung attraktiv. Große Befürworter und teilweise auch Routenleger waren Ernst Lexe, Petrus Weiß, Rudl Niederkofler, Dietmar Böte und Roland Graf.  Der Wanderpokal, „Wanderwanderschuh“, wurde ins Leben gerufen. Tradition war und ist, dass der „Wanderwanderschuh“ von Gewinner- zu Gewinnergruppe wandert.  Falls es eine Gruppe schafft, diesen dreimal hintereinander für sich zu gewinnen, darf sie ihn behalten und einen neuen für die zukünftigen Gewinner kreieren.  Da dies in den letzten Jahren keiner Gruppe gelungen ist und der silberne „Wanderwanderschuh“ aufgrund seines erreichten Kilometerstandes von Verschleißerscheinung gekennzeichnet war, wurde dieser durch ein Paar silberne „Wanderwanderschuhe“ verstärkt.
Die Gewinner der Frühjahrswanderung 2008 und derzeitige Besitzer der silbernen „Wanderwanderschuhe“ sind die Mitglieder der Gruppe K4 – Moosburg, die heuer mit den meisten Teilnehmern dabei waren und somit auch die Frühjahrswanderung 2009 ausschreiben. Wir gratulieren nochmals herzlich!!
RIESENdankeschön für diverse Hintergrundinfos an Hopfi und Roland Graf!

 Bis zum nächsten Jahr und Gut Pfad, Robert Steinwender und Verena Prohart.